Balkon, Loggia oder Terrasse – was ist eigentlich der Unterschied?

Wer eine Wohnung sucht, stolpert früher oder später über diese drei Begriffe. Und obwohl sie alle dasselbe zu versprechen scheinen – nämlich einen Platz an der frischen Luft –, sind sie baulich grundverschieden. Das hat auch praktische Konsequenzen, die beim Kauf oder bei der Miete oft unterschätzt werden.

Der Balkon

Ein Balkon kragt aus dem Gebäude heraus. Das heißt, er ragt über die Fassade hinaus und ist an drei Seiten offen. Links und rechts ist nichts, manchmal gibt es oben eine Decke, manchmal nicht. Der Balkon ist also ein freistehendes Element, das am Gebäude befestigt ist, aber keinen eigenen umschlossenen Raum bildet.

Die Loggia

Die Loggia ist im Grunde ein in das Gebäude eingeschnittener Raum. Sie hat fünf Seiten: Boden, Decke, linke Wand, rechte Wand und eine Rückwand. Nur nach vorne hin ist sie offen. Man befindet sich also quasi in einem Zimmer ohne Vorderwand.

Das klingt gemütlicher – und das ist es oft auch. Dafür gibt es einen wichtigen Unterschied zum Balkon, der beim Mietvertrag auftaucht: Für eine Loggia zahlt man in der Regel Betriebskosten, da sie als Teil der Wohnfläche oder als anteilige Nutzfläche gewertet wird. Das sollte man beim Vergleich von Angeboten immer im Hinterkopf behalten.

Die Terrasse

Eine Terrasse steht auf einem Gebäudekörper. Das bedeutet, direkt unter der Terrasse befindet sich immer ein Gebäudeteil, zum Beispiel eine darunterliegende Wohnung oder ein Kellerraum. Die Terrasse ist also keine Auskragung und kein eingeschnittener Raum, sondern eine begehbare Fläche auf einem bestehenden Baukörper.

Terrassen sind oft geräumiger als Balkone und bieten mehr Gestaltungsspielraum. Sie finden sich häufig bei Erdgeschosswohnungen mit direktem Gartenzugang oder bei Dachgeschosswohnungen.

Warum ist das wichtig?

Weil es beim Kauf oder bei der Miete nicht egal ist, was auf dem Papier steht. Eine Loggia klingt vielleicht nach mehr als ein Balkon, kann aber höhere Betriebskosten bedeuten. Eine Terrasse wirkt großzügiger, bringt aber unter Umständen andere rechtliche und bauliche Rahmenbedingungen mit sich.

Wer also eine Wohnung mit Außenfläche sucht, sollte nicht nur darauf achten, wie groß sie ist, sondern auch, worum es sich genau handelt.

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